Sengstbratl Gerda, Foto: Edith Rupp Geboren 21. April 1960 in St.Georgen am Walde) ist eine österreichische Autorin. Sie wurde mit dem Frau Ava-Anerkennungspreis, an dem auch die Literaturedition NÖ beteiligt war, ausgezeichnet.

Aufgewachsen als Wirtshaus- und Metzgerkind am Land, kam sie früh mit Flüchtlingen in Kontakt. Nach der Matura wohnte und arbeitete sie 1978/79 in Paris, studierte 1979-1984 Anglistik/Amerikanistik und Romanistik an der Universität Salzburg, mit einem Studienjahr an der North Carolina State University 1992/93 (Schwerpunkte: Holocaust und Afrikanisch-Amerikanische Autorinnen) und einem Deutsch-Assistentinnenjahr in  Bordeaux/Frankreich 1984/85. Im Jahre 1991 übersiedelte sie von Salzburg nach Klosterneuburg.
Es folgten mehrere Jahre Forschungen, Publikationen und Lehre zum Geschlechterverhältnis u.a. als Lehrbeauftragte am Institut für Erziehungswissenschaften/ Universität Wien 2005-2012. Seit 2002 begleitet sie Jugendliche beim Schreiben.
Derzeit arbeitet sie als Autorin (Grazer AutorInnenversammlung /GAV) und Malerin in Klosterneuburg, veröffentlicht Prosa, kooperiert mit bildenden Künstlerinnen, konzipierte die Mühlviertel-Waldviertel Galerie MÜWA und leitet dort unter dem Titel „Schreiben in der Galerie“ Schreibwerkstätten, unterrichtet Fremdsprachen und Träumen am Gymnasium und arbeitet als Lehrbeauftragte an der Universität für Angewandte Kunst/Wien: Projektorganisation für KünstlerInnen.
Sie ist weit gereist mit Schwerpunkt arabischer Kulturkreis und Subsahara Afrika, sie ist Erbin des Vereins zur Förderung des Lachens (ruhend) und sie lebt in Klosterneuburg und arbeitet in Wien. Verheiratet.

Studienaufenthalte/ Kurzstudien / Auslandsrecherchen
Karlsuniversität Prag/Tschechien, Zypern, Litauen, Rumänien, Bulgarien, sowie diverse andere europäische Länder, Türkei, Russland, Südsenegal (Ethnie der Djola), Guinea Bissau (Bijagos Archipel Matriarchat) Burkina Faso, Togo, Benin, Ghana, Mali; Äthiopien, Kenia, Marokko, Ägypten, Tunesien, Israel, Jordanien, Jemen, Nepal (Tibetische Flüchtlinge), Rajastan/Indien, Kerala/Südindien, Sri Lanka, Ohio State University / USA, Mexiko: Juchitán (Matriarchat)

Werk

Veröffentlichungen Prosa
Gelbes Rauschen Bauschen – Oma Thekla hinterher, Verlag Bibliothek der Provinz, 2017
Wunderl. Marta Press, Hamburg, 2014
   Einer ist hier schon verrückt geworden. Verlag Bibliothek der Provinz, 2010
Jenseits der eigenen Hände Roman in lyrischer Prosa. Verlag Bibliothek der Provinz, 2007

Veröffentlichungen Kurzprosa und Erzählungen
„Vagina á la Jetery - Im Mund schlafen Sätze.” In: Wir sind Frauen. Wir sind viele. Wir haben die Schnauze voll. Texte zum Internationalen Frauentag, Hg. Helga Pregesbauer und Isabella Breier, Edition fabrik. Transit. Wien, 2016.
„Der Atem von Hasen im Schlaf“, In: AlmA. Anthologie, Zita Eder, Karl Hackl (Hg.), Sozialfestival ‚Tu was, dann tut sich was’, 2015
„Einmal auslöschen“ In: Karin Ballauff/Petra Ganglbauer/Gertrude Moser-Wagner (Hginnen.) – Veza Canetti lebt - Sozialkritische Literatur zeitgenössischer Autorinnen. Promedia, 2013
„Comme des Garcons Nr. 2“, „Leere Zettel“, „Enthaarungscreme“, „Flugticket“, und „Schwangerschaftstest“ In: Lippenstift und Notfalltropfen – ein Handtaschenbuch. Anthologie. Gabriele Buch, Gerda Sengstbratl, Irene Wondratsch, u.a., Oktober Verlag, Münster 2008
Cover und Zeichnungen In: Petra Ganglbauer, Glöckchen. Nachtprogramm. Das fröhliche wohnzimmer – edition, 2005
 „Rinnen, rinnen.“ In: Brücken, Ufer, Flüsse. Verlag Die Donau hinunter. (Hgin.Ruth Aspöck), 2004.

Projekte Kooperationen
2013 Interview und Mitarbeit: Die 727 Tage ohne Karamo (Regie: Anja Salomonowitz)
2012 Mitarbeit Kunstradio: Mongolei, geschüttelt gerührt (Petra Ganglbauer)
2011-2012 Mitarbeit Regionale ‚Fliegen, Ziehen, Irren’ (Gertrude Moser-Wagner)
Veröffentlichungen im Wissenschafts- bzw. Sachbuchbereich
„Was Eltern sich wünschen“, In: Richard Stockhammer (Hrsg.) Niemand lernt so wie ich Eine Reise durch österreichische Lernlandschaften. Studienverlag, 2011, 201.
„Unverblümt – Stimmen aus der österreichischen Schullandschaft“, Interviews in Zusammenarbeit mit dem net-1 Projektbüro, In: Richard Stockhammer (Hrsg.) Niemand lernt so wie ich Eine Reise durch österreichische Lernlandschaften. Studienverlag, 2011; 264-283.
„Stimmen zum Schwingen bringen“, In: Richard Stockhammer (Hrsg.) Niemand lernt so wie ich Eine Reise durch österreichische Lernlandschaften. Studienverlag, 2011; 265.
Die Mädchen KOKOKO-Stunde – eine Methode zur Mädchenstärkung und Gewaltprävention , BMuK-Studie zur geschlechtssensiblen Lernkultur, Amedia Verlag, Wien 1999.

„Freiheit ist mir sehr sehr wichtig...Die Mädchen-KoKoKo-Stunden (Kommunikation, Kooperation und Konfliktlösung) einer Klasse als Methode der Gewaltprävention und Mädchenstärkung in der Schule.“ In: Frauenkreativität Macht Schule, Hgin. Mechthild von Lutzau, Deutscher Studien Verlag, Weinheim 1998, 264-271.
 
„Schleich dich, du hurige Schlampe!“ - Verbale Gewalt von Buben gegen Mädchen - ein Bericht aus der schulischen Praxis.’ In: ide, Sprache und Sexualität, 2/96.

Übersetzerinnentätigkeit
Produkte, kreativer Projekte (Beispiele)
‚Träumen’ als Unterrichtsfach (2009-2016)
Jugendliche schreiben ihre eigenen Bücher (2002-2017)
Malerei (www.engelszungen.at)
Pyramide, 2009
Schädelreliquie ‚Leopold’, Imitat, 2012
Konzeption der Räume der Mühlviertel-Waldviertel Galerie MÜWA in St.Georgen am Walde, einem kleinen Ort zwischen Mühl- und Waldviertel mit vorläufig vier Aktivitäten: 1. Leitung von Schreibworkshops „Schreiben in der Galerie“. 2. Zusammenführung von KünstlerInnen und Beteiligung bei den jährlich stattfindenden Tagen des Offenen Ateliers Oberösterreich. 3. Organisation von und Beteiligung bei Lesungen in Kooperation mit der Grazer AutorInnenversammlung und der Bücherei St.Georgen am Walde und 4. Gestaltung von vier Auslagen der Galerie im sechs Wochen Rhythmus, 2013-2017
„Muschelorakel“, 2013