Riess ErwinGeboren 1957 in Wien. Nach der Schulzeit in Krems studierte Riess an der Universität Wien Politik- und Theaterwissenschaft und arbeitete zunächst als Verlagslektor. Nach einem Rückenmarkstumor selbst Rollstuhlbenutzer, engagiert er sich für die Anliegen behinderter Menschen in der Gesellschaft. Von 1984 bis 1994 war er wissenschaftlicher Referent für behindertengerechtes Bauen im österreichischen Wirtschaftsministerium. Er engagiert sich bei EUCREA, dem europäischen Netzwerk für Kreativität von und für Personen mit Behinderung.
1998, 2000 und 2002 hatte er an der Universität Klagenfurt Gastprofessuren für Integrationspädagogik inne.
Seit 1994 lebt er als freier Schriftsteller. Bekannt wurde er als Theaterautor und Verfasser von absurden Kriminalromanen. 1998 war er Writer in Residence an der New York University. Er schreibt u.a. regelmäßig für die linken Zeitschriften Volksstimme und konkret] über die politischen Verhältnisse in Österreich, wobei er insbesondere gesellschaftliche Kontinuitäten zum Nationalsozialismus kritisiert. Erwin Riess lebt seit 2007 in Wien und Kärnten.
2002 wurde er mit dem Würdigungspreis des Landes Niederösterreich für Literatur ausgezeichnet.

Preise und Auszeichnungen:
Hans Weigel Literataurstipendium (1992); Wiener Autorenstipendium (1997), Würdigungspreis des Landes NÖ (2002).

Auswahl an Publikationen:
„Kuruzzen“, Drama, St. Pölten: Literaturedition NÖ, 1993; "Stücke 1994-2004", Literaturedition NÖ, 2004;  „Herr Groll auf Reisen“, Geschichten, Salzburg/Wien: Otto Müller, 2008; "Herr Groll und das Ende der Wachau", Otto Müller, 2014.