Hans Weigel: In die weite Welt hinein. Erinnerungen eines kritischen Patriotenherausgegeben von Elke Vujica

Geleitwort von Elfriede Ott und einem Vorwort von Wendelin Schmidt-Dengler;
Fotos im Anhang. 320 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 15 x 22 cm; € 20,00

ISBN 978-3-901117-96-1

Unglaublich, aber wahr - einer der ganz Großen der österreichischen Literaturszene, einer, der junge Talente gefördert hat, der in seiner Kritik polarisiert hat, einer, der mit seinen Büchern und Artikeln mitgemischt hat im österreichischen Kulturleben, Hans Weigel, würde am 29. Mai 2008 100 Jahre alt.
Posthum gibt er ein Lebenszeichen:
1972 hat er die Erinnerungen an seine Kindheit und Jugendzeit bis zu seinen schriftstellerischen Anfängen in den Wiener Kabaretts niedergeschrieben, und nachdem sein damaliger Verlag den Text abgelehnt hat, hat er das Buch in bester Bernhard'scher Manier mit einem Publikationsverbot bis nach seinem Tod belegt.
Aber: Er gab das Manuskript 1990 seiner damaligen Lektorin Elke Vujica mit dem Auftrag, es niemandem zu lesen zu geben, solange er lebe, es aber irgendwann einmal, lange nach seinem Tod, zu veröffentlichen. Was da jahrelang unter Verschluss lag, ist ein Juwel:
Wir treffen den ehrlichsten, nachdenklichsten und uneitelsten Weigel, der hinreißend über seine Schulzeit und fast genüsslich über seine beruflichen Misserfolge erzählt, der über seine Familie, seine jüdischen Wurzeln, das Wien der Zwischenkriegszeit und seine Flucht vor den Nazis berichtet.

Es wäre nicht Hans Weigel, wären seine Erinnerungen nicht gespickt mit Geschichten