In Erwartung einer FremdeText: Isabella Feimer, Farbfotografien: Manfred Poor
216 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, 21 x 21 cm
ISBN 978-3-902717-29-0; € 23.-

Ein Wir auf einer Reise, die durch Argentinien und Chile führt, in Stadtkulissen, Wüstenlandschaften, bis ans Ende der Welt, Mythen und Legenden streift, Begegnungen und Geschichte erzählt.
Das Wir in stetiger Veränderung, in Sehnsuchtsmomenten und Erwartungshaltungen gefangen, getrieben in einer Fremde, die es spaltet und wiedervereint, einer vertrauten Fremde, die verborgene Wünsche, Ungesagtes und bislang nur Erahntes zum Vorschein bringt.
Eine Liebesgeschichte, dargestellt in Text und Bild, die sich in Gleichklang und Widerspruch manifestiert, im Freiheitsgedanken des Augenblicks und im gelebten Moment.

 

Zwei Künstler, die Schreibende und der Fotografierende, sind nicht nur mit dem  Ziel nach Südamerika aufgebrochen, ein fremdes Land mit allen Sinnen zu entdecken, sondern auch mit dem Auftrag im spärlichen Gepäck, Material mitzubringen, das anschließend zu einem gemeinsamen Buch werden soll. Entstanden ist dabei weit mehr, als ein herkömmlicher Reisebericht über Argentinien und Chile.
Isabella Feimer und Manfred Poor haben sich schreibend, sehend, fühlend sehr behutsam ihrem Sehnsuchtsland angenähert. Texte und Fotos zeigen ein Eintauchen in eine andere Welt, in ein ganz anderes Zeitgefühl und Lebenstempo, ein neugieriges und offenes Einlassen auf Neues, Aufregendes, Fremdes aber auch ein langsames Loslassen der Enge des gewohnten europäischen Alltags. Reisen, Sprache, Schreiben und  Bild wurde zu einem Ganzen zusammengefügt. Die knappe, aber äußerst poetische Sprachkunst der Autorin und die beeindruckenden Fotostrecken blicken aber immer auch  hinter den ersten Augenschein des Landes und seiner Menschen und wandern  so sehr subtil und differenziert in die Vergangenheit.
Der Leser begleitet zwei Menschen, die sich gemeinsam auf dieses Abenteuer einlassen, manchmal im Wir vereint, dann wieder im Ich und Du auf sich selbst zurückgeworfen. Zweisamkeit und Einsamkeit begleiten das Paar, und doch gilt es, im Unterwegssein gemeinsam anzukommen. Es ist nicht nur der Bericht über eine Reise ans Ende der Welt und wieder zurück, sondern auch ein Ausloten der Grenzen der eigenen Persönlichkeit.